Wanderbaustelle. eu

 

BCD-Rahmenumbau

 

Ausgehend von der Notwendigkeit, mit Zylindern in Originallänge zu fahren (wg. überlanger Pleuel),
mußte der Motor deutlich höher gelegt werden, sollte die Schräglagenfreiheit nicht erheblich leiden.

Die Frage ist nur wie genau muß der höher kommen ?

Nur vorne ?
Vorne und hinten ?
Parallel hoch ?
Gekippt ?
Gedreht ?

Oder wie ?

Jeder, der schon mal sowas versucht hat, weiß von welchen Schwieigkeiten hier die Rede ist.
Die Anforderung ist dabei, den Kardan (Stichwort: Knickwinkel) nicht mehr als notwendig
zu belasten, eher noch zu entlasten.

Meist wird dann versucht, den Motor um die Schwingenlagerung herum nach oben zu drehen.
Daraus ergäben sich dann Aufhängungspunkte, die vorne mehr Versatz nach oben aufweisen
als hinten.

Unser Motor mußte aber auch weiter nach vorne.
Nur damit konnten wir eine ausgeglichene Gewichtsverteilung erzielen.....

Dazu wollten wir den Motor auch etwas weiter rechts sitzen haben, damit die weitestgehend
nach rechts zu rückende Schwinge (wg. Spurversatz) wieder korrekt fluchtet mit dem Antrieb.

Wenn der aber nach rechts geht dann stimmt der Schwerpunkt wieder nicht.
Also drehst Du den Motor wieder um die Hochachse leicht nach links, was die Motoraufhängungspunkte
endgültig mit links und rechts unterschiedlichen Abstandsmaßen zur Schwingenachse versieht !

Nachdem wir den HPN-Rahmen gründlich inspiziert hatten, machte sich JvE also an die Arbeit.

Zuerst einmal baute er eine Standvorrichtung für den gesamten Rahmen, aufgehängt an den Fußrastenaufnahmen und am Lenkkopf:

   

Dann steckte er eine "Dummy"-Antriebseinheit, bestehend aus einem leeren Motor- und
Getriebegehäuse, zusammen.

Eine weitere Halterung für die Antriebseinheit wurde konstruiert, die ohne Nutzung der
Motoraufhängungspunkte diesen trotzdem im Rahmen halten konnte.

Damit der Motor jetzt im Rahmen zur Probe gedreht werden konnte, mußte noch ein Drehpunkt her.

Wir wollten den Motor nämlich genau um das vordere Kardangelenk drehen !

Nur damit kann man alle störenden Einflüsse auf eben den Kardan vermeiden.
Also baute J. vom Eyser eine Schwingen- und Kardangelenksaufnahme für die Dummy-Einheit.

 

Der Motor wurde also mehrfach verschoben und um alle Achsen leicht gedreht, bis er paßte.
Insbesondere der Platz nach oben zum Rahmenhauptrohr war dabei recht knapp.
Als JvE zufrieden war, fixierte er die Dummy-Einheit und bereitete alles zum Fräsen der
neuen Aufnahmepunkte vor.
Dabei wurde... richtig ! .... wieder eine Vorrichtung gebaut, die gehärtete Fräshülsen innerhalb
einer Stahlplatte an die korrekte Position brachte.

Intelligenterweise ergibt das zusammen eine universelle Vorrichtung für beliebeige Motoraufhängungspunkte.
Wer also seinen Motor ein wenig anders positionieren will, darf sich vertrauensvoll an Meister vom Eyser wenden !

Nach diesen vielen Vorarbeiten wurden dann die neuen Bohrungen gefräst.
(Bohren geht ja auch schlecht wenn die Bohrung über den Werkstückrand hinausgeht.)
Jedenfalls ist das eine Schweinearbeit, bei der ich auffällig selten in der Werkstatt gesichtet wurde....... 

Aber das Ergebnis der vom Eyserschen Arbeit kann sich sehen lassen.
Exakte, saubere Bohrungen.

 

Daraufhin wurde der Motor erstmal mit Haltebolzen samt Hülsen versehen, um die "Paßform"
nochmals kontrollieren zu können. Und wie man sieht, saßen alle Hülsen wunderbar saugend
in den Bohrungen, ohne zu kippeln. Die konnten also so weiter verarbeitet werden.

 

Weiterverarbeitung heißt hier natürlich: haltbar verschweißt !

 

Wie zu sehen ist oben hat der Schweißer hier ordentliche Arbeit abgeliefert und die Hülsen mit dem Rahmen sauber verbunden.

Im nachfolgenden Bild kann man sehen wie das Ganze dann zusammengebaut aussieht:

Die einzige Änderung kam dann später.
Über die vordere Halterung wurde noch ein Knotenblech gelegt, um Biegespannungen aufzufangen.

Damit war das Grundgerüst der Wanderbaustelle, der Rahmen, also erst mal fertig.
Die weiteren Schritte waren, der Aufbau der Schwinge mit Hinterrad und Federbein, sowie des
gesamten Vorderbaus mit WP-USD-Gabel 4860 nebst Vorderrad und Bremse im KTM-System.
Und das an die BMW zu adaptieren war wieder nicht ganz einfach.

Aber dazu später mehr......

 

 

Kommentar dazu ? Gerne ! bitte hier: Gästebuch

Du hast Fragen ? -> Kontakt

 

bmw, 247, e, r 100 gs, enduro, tuning, hpn, bcd motorradtechnik, joachim vom eyser, lottmann, fallert, q-tech, silent hektik, rudi kallenbach, dirk scheffer, israel, wunderlich, edelweiss, siebenrock, sepp bruckschlögl, motor, kurbelwelle, kreuzgebohrt, erleichtert, nockenwelle, 296, 308, 320, 324, asymetrisch, asymmetrisch, 330, 332, 340, 344, 360, pitting, umgeschliffen, stößel, stoßstangen, stößelstangen, kipphebel, festigkeitsgestrahlt, ventil, ventilfeder, doppelt, porsche, ventilkappe, ventilschaft, ventilführung, ventilteller, ringspalt, ventilsitz, brennraum, klingeln, quetschkante, quetschfläche, ansaugkanal, verjüngen, überschall, überström, profil, kolbenboden, ventiltasche, auskneten, bleidraht, doppelzündung, ölkreislauf, außenliegend, ölfilter, einspritzung, drosselklappen, dks, dk stutzen, lufi, luftfilter kasten, ansaugrohr, kurbelgehäuse entlüftung, ps, nm, leistung, drehmoment, wp, white power, öhlins, wilbers, zugstufe, druckstufe, frs franz, tank, carbon, karbon, cfk, gfk, alu, titan, michelin, pp pilot power, 17 zoll, speichen räder,